Zahnarztbesuche – Alltagshorror

Für mich immer wieder ein kleiner Horror sind Zahnarztbesuche – obwohl ich keine 7 mehr bin. Schon beim Betreten der Praxis schlägt einem dieser unverkennbare Geruch entgegen, der von der Geräuschkulisse scheinbar noch verstärkt wird. An die Töne hat man sich schon etwas gewöhnt seit fast jeder einer Dremel zum Basteln und Heimwerken besitzt.

Nun ist die Praxis meiner Wahl neu und Modern eingerichtet, im Wartezimmer siehts aus wie eine Mischung aus Landhaus (Rattanmöbel, Polster mit Blümchenmuster) und Dschungel (Wasserschildkröten und Unmengen Pflanzen), die Zahnarzthelferin mutet an, als wäre sie aus einem der Modemagazine gestiegen, die den Patienten die Wartezeit verkürzen sollen und die Zahnärztin selbst ist freundlich und einfühlsam. Aber ich geh halt trotzdem nicht gern hin.
Wenn dann, so wie bei mir heute Morgen, noch an den Zähnen gearbeitet wird ists besonders haarig. Es kreischte, zischte und fauchte im Kopf, ich ersank immer tiefer in den Sitz, bis schließlich gesagt wurde “das schlimmste ist überstanden”. Das kann nur ein Scherz gewesen sein, denn dann kam dieser grobe Hobel, der den Schädel zum vibrieren brachte.

Sind Zahnärzte(innen) überhaupt besondere Menschen? Ich könnte nicht Fremden im Mund herumarbeiten mit all den herausfliegenden Partikeln und teilweise üblen Gerüchen.

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