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28.10. – Sightseeing

am 28.10.2006 in Fotografie, USA von Tino Dietel

Ab hier geht’s mit den Beiträgen wieder aktuell weiter. Also keine Rückblicke mehr wie in den letzten 3 Eintragungen.

Das ist nun das 2. Wochenende hier in Chicago. Da heute – am Samstag – das Wetter mit Sonnenschein und 12° ungewöhnlich gut war, haben wir uns dazu entschieden mal Richtung Park und “Museum Campus” zu gehen. Das aber erst Nachmittag.

Mittag haben wir zum ersten mal richtiges Essen gekocht (Nudeln mit Ketchup und Käse oder TK Pizza zahlen nicht). Es gab dann Schnitzel mit Reis und Jägersauce.

Sattgefuttert ging’s dann also los. Immer die Monroe St. runter, vorbei an Glasfassaden und Wolkenkratzern. Abwechselnd kommt man an einem Starbucks, Mc Donalds oder Bettlern vorbei. Geld wollen sie alle – wo es am besten angelegt ist muss man spontan entscheiden. Was man hier auch regelmäßig sieht sind Stretchlimo’s. Für deutsche Verhältnisse ist das etwas gewöhnungsbedürftig. Hier, in einer Stadt wo in guter Lage die Monatsmiete mal eben um die 4000$ liegt oder eine Eigentumswohnung knapp unter 1/2 Mio kostet, ist das nichts besonderes mehr.
Hier einige Impressionen vom Loop (Innenstadtbereich)

Kaum hat man die Häuserschluchten hinter sich gelassen, steht man schon im Millenium Park. Das ist ein etwa 100.000 m² großes Gebiet mit modernen Kunstwerken, einem Bereich für Konzerte und und und. Man könnte das wohl auch Naherholungsgebiet nennen.

Am Eingang des Parks stehen die 2 Türme der Crown Fountain, auf die von innen Gesichter projiziert werden. Im Sommer kommen noch allerlei Wasserspiele dazu. Wegen der Jahreszeit war sicher keiner böse, dass die nicht an waren.

Besonders bemerkenswert und Hauptanziehungspunkt im Park ist sicher das Cloud Gate. Man könnte es vielleicht am ehesten als riesige polierte Edelstahlbohne bezeichnen. Das Ding wiegt 110 Tonnen ist 10m hoch, 20m lang und so aufpoliert, dass man die ganze Umgebung verzerrt, gespiegelt darin sehen kann. Also ein Spiegelkabinett in einem Stück. Ven jedem Punkt um oder unter dem “Tor” hat man einen ganz neuen Blick auf die Stadt und sich selbst. Das sollte man definitiv mal gesehen haben – sonniges Wetter vorausgesetzt.

Es gibt noch deutlich mehr zu sehen – wen’s interessiert, dem empfehle ich die Webseite des Millenium Parks – oder meine Fotos

Von dort aus gings weiter die Küste entlang zum Museums Campus. Dort gibt es das Field Museum of Natural History (zZ ist dort eine Ausstellung über Tut Ankh Amun ), das Sheedd Aquarium (aktuell ein special über Reptilien) und das Adler Planetarium. Wir haben uns alles für später aufgehoben und sind jeweils nur aussen vorbei. Alles liegt direkt an der Küste, im Grünen. Es war unglaublich windig, weshalb wir uns auch Sonnenbad und schwimmen gespart haben. Überhaupt ist die Küste etwas anders als erwartet oder erwünscht – nämlich großteils betoniert. Dort liegen dann die Leute im Sommer auf dem Boden und steigen zum schwimmen über Leitern ins Meer. 50m Strand haben wir aber auch gefunden – was dort im Sommer los ist wage ich mir garnicht vorzustellen.

Auf dem Rückweg gabs überraschend noch Musik von einer Gruppe Jugendlicher, die auf Plastik-Eimern trommelten und dabei eine solche Show ablieferten, dass sich nicht nur eine Große Menschentraube auf beiden Straßenseiten bildete, sondern auch der Verkehr fast zum erliegen kam. Da gibt man dann auch gern mal den per Gesang eingeforderten $. Hiervon leider kein Video! – Ich hatte die kleine Kamera nicht dabei.

Nach 2 Wochen Beton, Stahl und Glas war das viele Grün und der Wind vom Meer eine echte Erholung für die Sinne. Bei nächster Gelegenheit geht es dann mal in die andere Richtung – Die Küste Richtung Norden zum Navy Pier.

Mehr Bilder von heute gibt es übrigens wieder in meiner Galerie.

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