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24.11. Sears Tower

am 24.11.2006 in Fotografie, USA von Tino Dietel

Der Freitag nach Thanksgiving ist traditionell der Tag, an dem in den Staaten alle in einen furchtbaren Einkaufswahn verfallen. Zum einen startet die Saison der Weihnachtseinkäufe, zum anderen haben an diesem Tag viele frei, vielleicht die Familie zu besuche und lange Weile. Die Geschäffte bieten an diesem Tag allerlei Sonderangebote, teilweise heimlich (kauf irgendwas und hoffe es ist ein Schnäppchen). Kollegen haben uns gesagt sie würden an diesem Tag niemals einkaufen gehen und so wollten wir es dann auch halten. Den Einkaufstag haben wir auf Samstag verschoben.

Heute Vormittag waren wir deshalb nur im Dominick’s (Supermarkt) für einige kleine Einkäufe.

Am Nachmittag ging’s dann zum Sears Tower (wikipedia)auf das Skydeck. Dieses Gebäude ist nicht nur das höchste in Chicago, sondern auch in den Staaten und das 3. höchste auf der Erde. Das Skydeck ist leider nicht ganz oben (110 Etagen), sondern “nur” in der 103., 412 Meter über dem Boden.

Um nach oben zu gelangen muss man sich erstmal in der Schlange vor einem netten kleinen Pavillon neben dem Tower anstellen. Recht schnell gelangt man herein und muss sich anstellen um zum Lift zu kommen. Dabei wird man geschickt an einem Souvenirladen vorbei geführt in dem man Zeit und Geld verplempern kann. Die Fahrstühle nun fahren nicht etwa hoch, sondern herunter. Im Untergeschoss darf man sich in die Schlange derer einreihen, die auf die Sicherheitskontrolle warten. Die wird professionell wie auf dem Flughafen, aber zugig abgearbeitet, so dass man sich dahinter an der Schlange vor den Ticketschaltern anstellen kann. Ist das 12$ Ticket bezahlt gehts weiter zur nächsten Schlange. Erst war uns nicht ganz klar was nun kommt, dann zeigte sich – KINO! Ja tatsächlich – es wurde einkurzer National Geographics Film über den Sears Tower gezeigt. Als der vorbei war landeten wir – na wo? … in einer Schlange! genau! Über einige Windungen ging es zu einer Drehtür, dann durch und dahinter in eine weitere Schlange, von der aus wir aber schon die Türen der Fahrstühle sehen konnten.

Nach 1 1/2 – 2 Stunden waren wir dann im Lift, der uns rasend schnell innerhalb von 60 Sekunden in die 103. beförderte. Im Fahrstuhl lief übrigens ein alberner Film mit 2 ZeichentrickVögeln die die Besucher scheinbar von ihrer Übelkeit ablenken sollten.

Oben gabs dann … nein keine Schlangen mehr!, sondern einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Da gab’s den Flughafen in der Ferne, die Presidential Towers in denen wir wohnen (Bild rechts) unseren Dominicks, das Aquarium, das zu besuchen wir für Sonntag geplant haben und den ganzen restlichen Großstadtjungle.

Anders als ich befürchtet hatte wurde man oben nicht gedrängelt möglichst schnell wieder abzuhauen, sondern konnte so lange bleiben wie es interessant war. Allerlei Fotos gibt es wieder in der Galerie.

Nach einer Weile haben wir uns dann auf den Weg Richtung Boden gemacht. Diesmal waren es nicht ganz so viele Schlangen, dafür aber mehr Souvenir-Shops, durch die wir teilweise sogar hindurch (nicht nur vorbei) mussten um raus zu kommen.

Da es dann schon später Nachmittag war war haben wir uns entschieden nur nochmal Richtung Magnificent Mile zu gehen um vielleicht doch noch eine Kleinigkeit kaufen zu können.
Unterwegs fand Ronny zufällig seine lange vermisste Kneipe wieder (Bild links).

Auf DER Einkaufsmeile Chicago’s schlechthin fanden wir dann tausende Leute im angesprochenen Einkaufswahn vor. Wir haben uns in “Crate & Barrel” gerettet. Eine Ladenkette, die seeeehhhr an IKEA erinnert, aber wohl einfach nur Design und Idee geklaut hat. Wo IKEA ja eigentlich in der Hauptsache Möbel verkauft und den restlichen Klimbim so nebenbei, ist es bei Crate & Barrel genau umgekehrt. Da gibt es Gimicks für die Küche, nette Ideen zum Verschenken oder Dekorieren.

Henriette und Ronny haben Kleinigkeiten gekauft, uns war es zu voll und hektisch. Deshalb sind wir dann auch wieder Richtung Apartment aufgebrochen.

Das war dann auch schon der Freitag. Für Morgen ist dann der Wirkliche Einkaufstag vorgesehen. Das Mietauto ist reserviert, die Mall ausgesucht und die Kreditkarte massiert und eingefettet.

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