der Ernst des Lebens

am 25.08.2006 in Allgemein, Alltagsleben von Tino Dietel

Mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Man weiß halt doch nicht immer was man so schreiben soll.

Eine Woche Arbeit in Jena liegen nun hinter mir. Nach einigen Jahren lockeren Lebens ist der Schnitt recht hart. Jeden Tag halb sieben raus aus den Federn und zurück (nach Hause – nicht ins Bett) erst wieder nach 7 Abends. Dann gehts vorerst noch für 2-3 Stunden direkt weiter für das zukünftige Diplom-Projekt.

Die nächste Woche wird nun zeigen ob es bei einer 14-Tage Aktion bleibt, oder ob ich für September eine Monatskarte (für die Bahn) kaufe. Ich sehe der Entscheidung aber doch recht entspannt entgegen zumal sich abzeichnet, dass es ausreichend Folgeprojekte im Anschluss geben könnte.

Zumindest rückt so der Traum von der eigenen DSLR in recht greifbare Nähe. Vielleicht ja die neue 400D mit der Canon sich den Consumer-Markt weiter sichern will – oder doch die 30D? Der Entscheidung werde ich dann sicher einen ganz eigenen Eintrag widmen.
Wobei – momentan komm ich eh nicht zum fotografieren. Schade!

Rennstrecke für Radfahrer und Skater

am 02.07.2006 in Alltagsleben, Fotografie von Tino Dietel

Das Land war großzügig und hat den Erfurtern den wahrscheinlich breitesten Radweg überhaupt spendiert um schnell von Nord nach West zu kommen. Angeblich wird die Strecke bald den Autofahrern zur Verfügung gestellt, aber bis dahin können Inlineskater und Radfahrer sich über herrliche Bedingungen freuen. Diese wurden zumindest heute – am Sonntag – reichlich genutzt. In der Woche wird ja ohnhein gearbeitet und man läuft Gefahr von einem Muldenkipper in den Untergrund massiert zu werden.
Ich war heute bei 28° im Schatten und leichtem, erfrischendem Wind auch wieder dort unterwegs und habe mal die Kamera mitgenommen. Motive überall, und so konnte ich auch meine Galerie mal wieder aktualisieren.

Objekte Texturen Perspektive
Objekte – Texturen – Perspektiven

Fernsehen macht doch dumm – oder zumindest krank

am 27.06.2006 in Alltagsleben von Tino Dietel

Gerade hatte ich das Radio auf Klassik Radio zu abendlichen “Klassik Lounge” angeschaltet weil im TV ohnhein nur Mist zu sehen ist, da dacht ich mir “Schau mal was so Neues geschrieben wird.” Über wordpress.de kam ich zu ungedruckt und fand meine Meinung bestätigt.

Demnach haben schlaue Menschen an der Uni Cleveland erkannt, dass sich durch Fernesehkonsum (es muss nichtmal regelmäßiger sein) das Alzheimerrisiko um 1,3 pro Stunde erhöht. Alzheimer laut wikipedia: “..Störungen der normalen zerebralen Funktionen, was bei Patienten zu Störungen bei Sprache, des Denkvermögens und des Gedächtnisses führt..“. Ich hoffe mein ursprüngliches Risiko ging gegen null, sonst habe ich ein Problem. Ich muss nämlich zugeben in den vergangenen 28 Jahren schon recht viel TV geschaut zu haben – und ein wenig vergesslich bin ich angeblich auch.

Wie das TV-Programm in Cleveland ist weiß ich nicht – mich würde es nicht wundern, wenn es noch grauenhafter ist als hier in Deutschland, schließlich schwappt ein Großteil der Sendungen über den großen Teich zu uns. Hier bei uns hat jedenfalls die Qualität heftig abgenommen in den letzten Jahren – oder sind meine Ansprüche gestiegen? – Und wenn meine Ansprüche denn gestiegen sind, trotz fernsehens, würde das den Forschungsergebnissen dann nicht widersprechen?

lest mal wieder ein Buch – ich habe noch nie gehört, dass man davon Alzheimer bekommt
Tino

kleinbürgerliche Online-Verweigerung – oder Konsumdenken auch im Web

am 26.06.2006 in Alltagsleben, Online von Tino Dietel

Laut einer Statistik von 2005 sind 55% der Deutschen online. Mag sein, dass es hier in Thüringen etwas weniger sind, trotzdem müßte demnach etwa die Hälfte der knapp über 2000 Einwohner meines kleinen Wohnortes irgendwie Zugang zum Internet haben. Ich betreibe die Webseite dieses kleinen Ortes und hatte die Hoffnung zumindest einen Teil dieser 1000 Leute zu erreichen.

Leider klappt das nicht so ganz. Zwar wird nach Veranstaltungen im Ort die Fotogalerie förmlich gestürmt (600 Zugriffe auf ein Album innerhalb weniger Tage sind kein Problem), und Themen im Forum werden auch gelesen, nur es beteiligt sich keiner. Kaum jemand antwortet mal im Forum, stößt eine Diskussion an, schreibt mal einen Artikel für die Webseite.

Der Witz ist, ich werde von den Leuten auf Inhalte angesprochen. Leute diskutieren offensichtlich von Angesicht zu Angesicht miteinander (was ja ok ist). Wenn nach einer Aktion mal die Fotos einen Tag später nicht online sind kommen sogar Beschwerden.
Offensichtlich ist also weniger das Problem bei mangelndem Interesse an der Webseite zu suchen (5000 bis 7000 Besucher pro Monat), als vielmehr darin, dass keiner sich einbringen mag. Es wird einfach konsumiert und im Bedarfsfall gemeckert. Mir fehlt da gelegentlich die Motivation so eine Webseite zu pflegen, denn irgendwie ists wie ein Info-Loch man wirft rein und wirft, aber es kommt kaum was zurück.

Hinzufügen will ich noch, dass Ortschaftsrat und der/die Bürgermeister/in den Ort in dieser Beziehen prächtig repräsentieren. Wenn’s doch mal etwas zu offen wird im Forum werde ich persönlich angesprochen, eine Stellungnahme in der Diskussion bleibt aber aus. Und als die Jugend im Ort um einen kleinen Gefallen bat war man zu unbürokratischer Hilfe bereit, nicht aber zu einer Äußerung.

Tja und ich? ich mach halt weiter wie bisher, aktualisiere die Webseite und hoffe auf bessere Zeiten. Vielleicht ändert sich ja was wenn 60% online sind?

grüße
Tino

PS Link zur Webseite und Ortsname bewusst nicht genannt, sollte aber leicht in Erfahrung zu bringen sein ;-)