Street View – die Dritte

am 11.08.2010 in Online von Tino

Während die Diskussion weiter geht und sich Politiker aller Schattierungen (parteilich – nicht Hautfarbe) zu Wort melden, schämen sich IT’ler in den üblichen Gesprächsrunden fremd.

Neu war auch mir bisher, dass es solch einen Dienst in gleicher Qualität, allerdings nicht so flächendeckend schon lange gibt:
Sightewalk gibt es seit über einem Jahr für immerhin 7 deutsche Städte. Dort steht auch eine API zur Verfügung, mit der die Bilder für eine gewünschte Adresse abgerufen werden können. Die befürchtete Verbindung von Adress- und Bilddaten existiert also auch schon.

Wieso haben uns Daten- und Verbraucherschützer davor nie gewarnt?

Dass es einen Solchen Dienst bereits gibt und auch Microsoft an ähnlichem arbeitet widerspricht dann auch den Befürchtungen es könnte zu einer “Monopolisierung der Abbildung des öffentlichen Straßenraums im Internet” (quelle: heise.de) kommen.

Streetview DE?Da nun auch der Eigentümerverband “Haus und Grund” Besitzern dazu rät Einspruch einzulegen frage ich mich, ob es dann beim Streifzug durch Deutschlands virtuelle Straßen bald so ausschaut:

Google-Bashing Update

am 10.08.2010 in Online von Tino

Nachtrag zum Beitrag “Google-Bashing – Das Geschrei gegen Streetview

Nun wird es allmählich peinlich!
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar meldet sich zu Wort ohne auch nur die Meldung von Google gelesen zu haben.
Er fordert laut FOCUS online, es dürfe sich beim eingeräumten Widerspruchsrecht nicht um eine Einmalaktion handeln. Vielmehr müsse dies dauerhaft möglich sein.
Was lesen wir dazu in der Mitteilung von Google auf die er sich ja wohl bezieht:
“Selbstverständlich könnt ihr auch warten, bis die Straßenansichten in Google Maps zu sehen sind, um euch ein eigenes Bild darüber zu machen, wie euer Haus oder eure Wohnung in Street View aussieht. Wenn ihr euch dann für das Entfernen eines Bildes entscheidet, könnt ihr die Meldefunktion ebenfalls für die Unkenntlichmachung eures Wohnsitzes nutzen.”

Noch Fragen?

Ich bin gespannt welche hochbezahlten Berliner Volksvertreter sich noch aufraffen um in Fettnäpfe zu springen, die sich so leicht umschiffen ließen.

Noch ein Gedanke: Wenn in großem Maßstab Photosynths eingestellt werden, können wir dann Microsoft mit in diese alberne Diskussion hinein ziehen?

Google-Bashing – Das Geschrei gegen Streetview

am 10.08.2010 in Online von Tino

Gerade keimt wieder das Geschrei gegen Google StreetView auf.
Kaum hat der Internetkonzern gemeldet mit dem Dienst nun doch bald auch in Deutschland online zu gehen, kochen schon wieder Stimmen hoch, die weniger informierten Bürgern den Eindruck vermitteln wollen, es ginge ihnen in großem Maßstab an ihr heiligstes – ihre Daten.

Zum Beispiel bei Heise: Datenschützer kritisiert den Start von Street View. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Casper kritisiert hier unter anderem, dass der Bürger nur einen Monat Zeit hat um gegen die Darstellung der eigenen Immobilie Einspruch zu erheben.
Gegen Amtsbescheide oder Baumaßnamen der Gemeinde hat man meist auch keine längeren Einspruchsfristen und ist uU tiefgreifender betroffen. Wovon sprechen wir hier? Davon, dass von der Straße aus sichtbare Häuserfronten, auf Fotos, die mehrere Monate alt, aber in Internet sichtbar sind, unkenntlich gemacht werden sollen.
Das Netz ist voller Fotos auf denen schlimmeres zu sehen ist und keiner beschwert sich wenn sein Haus etwa in einem Stadtführer abgebildet wird. weiter »

Die Abenteuer des HTC Hero mit Vodafone

am 24.08.2009 in Allgemein, Online von Tino

Als ich begann mich für das HTC Hero zu interessieren, news und Testberichte zu verfolgen wurde mir recht schnell klar:  “das muss ich haben”. Ich dachte all die tollen Funktionen könte ich mit meiner Vodafone Live! Option nutzen, denn mit dem Diamond lief ja auch alles. Ich wartete also geduldig bis das Hero lieferbar war, bestellte es bei Amazon und war so sicher einer der ersten Nutzer.

Leider aber funktioniert Mobil kaum etwas was mit Internet zu tun hatte.  Keine Webseiten (außer Google-eigene), AndroidMarket, die Twitter-App lief nicht … . Also fragte ich beim Support von Vodafone nach, schilderte meine Probleme und bekam recht flott die “Internet Flat Plus” verschrieben. – damit begann der Ärger erst richtig weiter »

kleinbürgerliche Online-Verweigerung – oder Konsumdenken auch im Web

am 26.06.2006 in Alltagsleben, Online von Tino

Laut einer Statistik von 2005 sind 55% der Deutschen online. Mag sein, dass es hier in Thüringen etwas weniger sind, trotzdem müßte demnach etwa die Hälfte der knapp über 2000 Einwohner meines kleinen Wohnortes irgendwie Zugang zum Internet haben. Ich betreibe die Webseite dieses kleinen Ortes und hatte die Hoffnung zumindest einen Teil dieser 1000 Leute zu erreichen.

Leider klappt das nicht so ganz. Zwar wird nach Veranstaltungen im Ort die Fotogalerie förmlich gestürmt (600 Zugriffe auf ein Album innerhalb weniger Tage sind kein Problem), und Themen im Forum werden auch gelesen, nur es beteiligt sich keiner. Kaum jemand antwortet mal im Forum, stößt eine Diskussion an, schreibt mal einen Artikel für die Webseite.

Der Witz ist, ich werde von den Leuten auf Inhalte angesprochen. Leute diskutieren offensichtlich von Angesicht zu Angesicht miteinander (was ja ok ist). Wenn nach einer Aktion mal die Fotos einen Tag später nicht online sind kommen sogar Beschwerden.
Offensichtlich ist also weniger das Problem bei mangelndem Interesse an der Webseite zu suchen (5000 bis 7000 Besucher pro Monat), als vielmehr darin, dass keiner sich einbringen mag. Es wird einfach konsumiert und im Bedarfsfall gemeckert. Mir fehlt da gelegentlich die Motivation so eine Webseite zu pflegen, denn irgendwie ists wie ein Info-Loch man wirft rein und wirft, aber es kommt kaum was zurück.

Hinzufügen will ich noch, dass Ortschaftsrat und der/die Bürgermeister/in den Ort in dieser Beziehen prächtig repräsentieren. Wenn’s doch mal etwas zu offen wird im Forum werde ich persönlich angesprochen, eine Stellungnahme in der Diskussion bleibt aber aus. Und als die Jugend im Ort um einen kleinen Gefallen bat war man zu unbürokratischer Hilfe bereit, nicht aber zu einer Äußerung.

Tja und ich? ich mach halt weiter wie bisher, aktualisiere die Webseite und hoffe auf bessere Zeiten. Vielleicht ändert sich ja was wenn 60% online sind?

grüße
Tino

PS Link zur Webseite und Ortsname bewusst nicht genannt, sollte aber leicht in Erfahrung zu bringen sein ;-)