19.10. Grüße aus Chicago,

am 19.10.2006 in USA von Tino

Die nächsten Einträge werden etwas geschummelt sein. Wir hatten eine Wochen kein Internet und deshalb gab es keine Einträge im Blog – ich trage die einfach nach und schreibe dann wenns wieder in “Echtzeit” weiter geht.
Die letzten Tage waren “quite busy”.

Nach 2 Nächten im Marriott konnten wir heute schon ins Apartment umziehen. Das spart der Firma zwar einerseits einiges an Geld, ist aber auch für uns deutlich bequemer. Hier in den “President Towers” haben wir eine Wohnung mit großem Wohnzimmer, Küche, 2 Bädern und 2 Schlafzimmern. Ronny hat dankenswerter Weise das kleinere von beiden genommen. So habe ich jetzt nicht nur ein großes Bett, Schreibtische und TV, sondern auch noch eine Wäschekommode, etwa 4 laufende Meter Kleiderschränke und ACHTUNG: einen begehbaren Kleiderschrank der beinahe so groß ist wie einst meine Studentenbude in Schmalkalden (die ich mir auch noch mit einem Kommilitonen teilen musste).

Die Küche ist mit Herd, Backofen, Kühlschrank, Toaster, Kaffeemaschine und allem an Geschirr, Besteck und Kochgerätschaften ausgestattet was man sich wünschen kann. Was noch fehlte waren die Lebensmittel – abgesehen von dem kleinen Begrüßungskörbchen welches wir vorfanden.

Internet ist nicht da – jedenfalls nicht direkt. Die Luft ist gefüllt mit etwa 20 WLANs – abhängig vom Standort in der Wohnung. Die meißten sind natürlich verschlüsselt, manche aber auch frei zugänglich. Bandbreite und QoS ist da aber nicht zu erwarten. Wir müssen uns also um einen Netzwerkanschluss bemühen. Morgen wollen wir checken ob es die Firma bezahlen wird.

17.10. – die tatsächliche Anreise

am 18.10.2006 in USA von Tino

Nachdem wir uns am Buffet das letzte Frühstück auf deutschem Boden zusammengestellt hatten gings dann wieder zum Flughafen. Vorm und im Shuttle-Bus gings beinahe zu wie einst beim Schulbus. Da wurde vorgedrängelt und hastig eingestiegen um gute Plätze zu bekommen. Nur waren die Schüler großteils über 70 – eine Rentnergruppe aus den Staaten.

Auf dem Flughafen nochmals das Gepäck aufgegeben, gebeten, dass Ronnys 2ter Koffer bitte auch mitgeschickt wird und 2 Sicherheitskontrollen passiert, konnten wir dann endlich das Flugzeug besteigen. Ich saß mittig zwischen Ronny und einer deutschen Dame, und hinter einem scheinbar nicht amerikanischen Ausländer (Nahost vielleicht?), der abgesehen von Start und Landung den gesammten Flug seinen Sitz zurück gelehnt hatte. Damit konnte ich den Laptop trotz kostenlosen WLANs an Board nicht nutzen, und hatte insgesammt recht wenig Beinfreiheit.

Als Filme gab es “Der Teufel trägt Prada” und “Zum Glück geküsste“.
Das Essen war wenig begeisternd. Mittags stand uns nur noch Gemüsecurry zur Auswahl. Das war so gut gewürzt, dass man nicht merken konnte wir komisch es geschmeckt hatte. Einige Stunden später, kurz vor der Landung gab es noch einen Snack in Form eines Pizzaleinchens an dem ich mich hungrig gegessen habe.

Die Fahrt mit dem Zug zum Hotel war trostlos. Die Vorstädte sind genau so wie man sie aus den Filmen kennt: eng bei einander stehende Häuser mit winzigen Gärten. An der Rückseite die Garage an einer engen Straße auf der dann auch die Müllkübel herumstehen. Die Stromversorgung erfolgt großteils über Kabelsalat in der Luft. An den Masten hängen dann auch die großen runden Trafos (oder was auch immer).
Zum Hotelzimmer gibts nicht viel zu sagen. Es ist nett mit nem riesigen Bett. Internet funktionierte sofort. Hier aber was zu ess- oder trinkbares zu erwerben werde ich mir sparen. Eine Flasche evian kostet 5$, der Cappuccino 4,75$, ein Bier 5,50$ und das billigste Sandwich 9,95$.
Wir waren also kurz einkaufen und haben Wasser und Kekse reingeschmuggelt.

Abends waren wir dann beim McDonnalds – nur 3 oder 4 Blöcke weiter. Seit “Pulp Fiction” wollte ich schon immer mal einen Quarter Ponder with Cheese essen – tat ich auch. Dazu Chicken Nuggets. Dabei ist zu erwähnen, dass hier die Souce nicht zu den Nuggets gehört – ich saß dann nur mit den trockenen Dingern da. Die Pannade ist besser als die in deutschen “mäckes”, dafür sieht das ChickenFleisch noch weniger natürlich aus. Der laden selbst war oben sehr nett eingerichtet. Ecken mit Leder-Couche in Schwarz und noch einer Kaffeebar.

Das war dann soweit der erste Tag. Ich bin frühzeitig eingeschlafen was sich gerecht hat – um 3 war ich wieder wach. – aber das ist ja schon ein neuer Tag ;-)
Hier dann noch 2 Bilder: Blick aus meinem Fenster und das Zimmer selbst.

16.10. Anreise – 1. Versuch

am 16.10.2006 in Fotografie, USA von Tino

“Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen” – oder so ähnlich – heißt es in einem Sprichwort. Das stimmt; und so habe auch ich schon vom ersten Tag etwas zu berichten.
Die Anreise mit dem ICE bis zum Flughafen Frankfurt lief noch unproblematisch.
Dort wurde uns dann schon beim aufgeben des Gepäcks mitgeteilt, dass das Flugzeug wegen eines technischen Defektes ausgefallen ist, ein anderes – kleineres – wurde zur Verfügung gestellt und in dem sind weniger Plätze.

Wir mussten aber trotzdem noch durch 2 Sicherheitskontrollen bei denen all unser Hab und Gut durchleuchtet wurde. Dort wo wir normalerweise boarden sollten hatte sich schon eine ansehnliche Schlange gebildet und die Damen der Lufthansa machten bereits einen leicht gestressten Eindruck.
Um es kurz zu machen – der Flieger hob etwa 17:30 ohne uns ab, wir wurden auf den nächsten Tag 10:30 umgebucht und durften die Nacht im InterCityHotel verbringen.

Vorher mussten wir aber noch unser Gepäck abholen was ein ganz neues Abenteuer werden sollte. Nach einer Stunde am Gepäckband erschien mein einziger Koffer und der erste von Ronny’s 2en. Sein Rucksack war auch nach 2 Stunden nicht aufgetacht und auch nicht zu lokalisieren. Der wurde direkt für unseren Flug am Morgen umgebucht – in der Hoffnung, dass er dann auch wirklich in Chicago auftaucht.
Diesen Text schreibe ich nun im Hotel. Das Abendessen war üppig und das Zimmer ausreichend groß. Leider war/ist das Bad etwas haarig – die Putze hatte wohl einen schlechten Tag.

Mal sehen was der Dienstag bringt – vielleicht schaffen wir es ja nach Chicago Erfurt mit dem kompletten Gepäck

Hier noch einige Bilder:
Ich auf dem Erfurter Bahnhof
Beere, den haben wir auf dem Frankfurter Flughafen noch kurz aus dem Dienst geholt und
das Hotelzimmer im InterCity

noch 3 Tage bis Chicago

am 13.10.2006 in USA von Tino

Heute ist Freitag, mein letzter Tag in Jena. In der Zwischenzeit(seit dem letzten Eintrag) habe ich den Pass bekommen, eine Kamera erstanden (Canon EOS 400D – vielleicht schreibe ich bei Gelegenheit einen Erfahrungsbericht), alle notwendigen Unterlagen und Papiere organisiert, Vertrag unterschrieben und mich schon von den meißten Freunden verabschiedet.

Montag gehts los und nur Kleinigkeiten sind noch zu erledigen. Da wäre zum Beispiel die Business-Kleidung die mir zu tragen nahe gelegt wurde. – Mit sowas bin ich bisher nicht so reichlich ausgestattet. – Und gepackt muss natürlich noch werden.

ich meld mich wieder – Tino

2 Monate USA

am 04.10.2006 in USA von Tino

Für alle, die es noch nicht wissen: Ich gehe ab 16.10. bis vorraussichtlich Ende des Jahres in die Staaten.

Intershop hat mich gefragt, und ich habe das Angebot angenommen (wer kann da schon nein sagen?).
Daher werde ich diesen kleinen Blog hier zum ReiseBlog machen und zukünftig von meinen Erlebnissen in der Neuen Welt berichten.